Anfänge ab 1825

Geburtsstunde der Sparkasse Bremen

Anfänge ab 1825

Geburtsstunde der Sparkasse Bremen

Anfänge ab 1825

Geburtsstunde der Sparkasse Bremen

Auf Initiative der Bürgermeister Dr. Simon H. Nonnen und Johann Smidt wird am 23. Juni 1825 die Sparkasse Bremen gegründet. Die neue Einrichtung soll zum einen der ärmeren Bevölkerung Bremens die Möglichkeit zur Bildung von Ersparnissen für die Daseinsvorsorge eröffnen, zum anderen den finanziellen Handlungsspielraum für Kaufleute und Gewerbetreibende erweitern. Zunächst 100 „Actionisten”, Vertreter der Bremer Kaufmannschaft, stellen das Kapital bereit. Sie zeichnen jeweils eine Schuldverschreibung von mindestens 200 Talern und haften mit ihrem Vermögen.

Portrait Dr. Simon H. Nonnen

Bürgermeister Dr. Simon H. Nonnen.

Portrait Bürgermeister Johann Smidt

Bürgermeister Johann Smidt.

»Der Hauptzweck derselben ist: Gelegenheit zu geben, seine Ersparnisse sicher aufzubewahren und nach und nach zinsbar zu machen.«

Grundgesetze der in Bremen im Jahre 1825 errichteten Sparkasse, Art. 2

Erste Seite der Grundgesetze der Sparkasse Bremen mit fünf von gesamt 50 Artikeln.

Erste Seite der Grundgesetze der Sparkasse Bremen mit fünf von gesamt 50 Artikeln.

1840 – 13.000 Sparkonten

Bereits am ersten Tag werden 52 Sparbücher mit einer Gesamteinlage von 2.027 Talern und 7 Groten zu einem Zinssatz von 2 Prozent ausgegeben. 15 Jahre später besitzen 13.000 Bremerinnen und Bremer ein Sparkonto; das Gesamtguthaben der Einlagen überschreitet die erste Million Taler.

1842 – Dauerhafte Einrichtung

Gekommen, um zu bleiben: Nach neuem Paragraph 6 ist die Sparkasse „ein bleibendes, auf keinen bestimmten Zeitraum beschränktes Institut.” Bei Gründung 1825 wurde die neue Finanzeinrichtung in Bremen für zunächst nur vier Jahre festgeschrieben. Der Erfolg der ersten Jahre sicherte ab 1942 endgültig den Fortbestand der Sparkasse Bremen.

Der Paragraph 6 sichert die Einrichtung Sparkasse Bremen als dauerhafte Einrichtung.

Der Paragraph 6 sichert die Einrichtung Sparkasse Bremen als dauerhafte Einrichtung.

1845 – Einführung Losekontensystem

Sie gilt als Pionierleistung, die Einführung des Losekontensystems 1845. Unter Mitwirkung des kassenführenden Direktors Johann Caspar Imhorst wird die gesamte Buchhaltung umgestellt. Die losen Kontoblätter ermöglichen die sofortige Zinsberechnung. Das erste Loseblattkonto der Welt ist auf den Namen des Bremer Arztes und Astronomen Dr. Wilhelm Olbers ausgestellt.

Loseblattkonto von Dr. Wilhelm Olbers

Loseblattkonto von Dr. Wilhelm Olbers.

Privatkunde

Wünsche verwirklichen

Sparen für besondere Anlässe im Leben

Der Lohn reicht kaum zur Sicherung von Grundbedürfnissen, das Geld ist stets knapp. Trotzdem bringen Schiffer, Dienstmädchen, Arbeiter, Zigarrendreherinnen und andere ihr weniges Erspartes zur Sparkasse –  für eine sichere Aufbewahrung, für die Erfüllung bescheidener Wünsche wie zum Beispiel:

  • Errichtung eines eigenen Haushalts
  •  Konfirmationskleidung
  •  Aussteuer
  •  Überbrückung von Krankheit

1845 – Sparkasse statt Wirtshaus

Eine erste Nebenkasse öffnet, dies auch am Sonnabendabend, und bietet damit Kleinsparern eine Alternative zum Gang in das Wirtshaus.

Bei der Sparkasse können sie ihr Geld für schlechte Zeiten sicher verwahren. Gerade im Winter, wenn es nicht allzu viel Arbeit gibt, ist der Rückgriff auf das Ersparte eine wichtige Überbrückungshilfe.

Frühere Zigarettenproduktion der Bremer Firma Schilling

Frühe Zigarrenproduktion in der Bremer Firma Schilling. In Bremen gab es Mitte des 19. Jahrhunderts rund 280 Zigarrenfabriken, die etwa 10.000 Menschen beschäftigten.

(Quelle: Reproduktion „Bremen – Die Tabakstadt Deutschland“, Verlag Franz Leuwer 1939)

Firmenkunde

Wachstum begleiten

1830 – Auswanderer, Tabak und Baumwolle

Mit der Gründung von Bremerhaven 1827 nimmt das Geschäft mit den Menschen zu, die ihr Glück vor allem in Nordamerika suchen. Schiffe starten nach Übersee.

Auf der Rückfahrt sind sie hingegen mit Baumwolle und Tabak gefüllt. Es sind wirtschaftlich profitable Zeiten für die Bremer Kaufmannschaft. Das spürt auch die Sparkasse Bremen. Die Zahl der Actionisten steigt, die Einlagen auch.

Zwischen 1830 und 1974 brechen über 7 Millionen Menschen von Bremerhaven aus auf, um in Übersee ihr Glück zu finden.

Zwischen 1830 und 1974 brechen über 7 Millionen Menschen von Bremerhaven aus auf, um in Übersee ihr Glück zu finden.

Gemeinwohl

Gemeinwohl fördern

1842 – Mit Überschuss Gutes tun

Erstmals wird der von der Sparkasse Bremen erwirtschaftete Überschuss für gemeinnützige Zwecke verwandt, so wie es das Grundgesetz von 1825 vorgibt. 1.000 Taler gehen an den Verein für bremische Kinderbewahranstalten, 200 Taler an die Lehrerwitwenkasse „Zuversicht”. Fünf Jahre später sind es bereits 8.667 Taler, mit denen gemeinnützige Einrichtungen unterstützt werden.

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